Spricht man von der Küche der Habesha , kommt einem sofort ein Wort in den Sinn: Injera . Dieses weiche, leicht säuerliche Fladenbrot ist weit mehr als nur Essen. Es ist ein Ritual. In der Schweiz, in den Küchen der Diaspora, wird Injera trotz des Klimas und fehlender Ausrüstung Tag für Tag zubereitet, denn es verkörpert etwas, das die Menschen nicht verlieren wollen.
Zutaten sind in der Schweiz erhältlich
Für die Zubereitung von authentischem Injera Habesha benötigt man nur wenige Zutaten, diese müssen aber von guter Qualität sein. In der Schweiz ist Habesha-Teffmehl (ትፋ ነጭ für hell, ትፋ ቀይ für dunkel) auf spezialisierten Websites wie zekreka.com erhältlich. Hier ist das Grundrezept:
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500 g Teffmehl
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700 ml lauwarmes Wasser
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Eine Prise Salz
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Ein Löffel Sauerteigstarter (optional, aber empfohlen)
Die Gärung dauert bei Zimmertemperatur 48 bis 72 Stunden. Im Winter stellen Sie den Behälter in die Nähe einer Heizung oder in einen ausgeschalteten, aber beleuchteten Backofen. Warten Sie, bis Blasen aufsteigen und sich der Geruch leicht verändert. Dann ist der Teig fertig.
Kochen ohne Mitad: eine an die Schweiz angepasste Methode
Die meisten Habesha-Haushalte in der Schweiz besitzen keine traditionelle Crêpe-Pfanne. Kein Problem. Ein elektrischer Crêpe-Maker oder eine große, beschichtete Pfanne reichen völlig aus. Erhitzen Sie die Pfanne, geben Sie eine Kelle voll Teig hinein und verstreichen Sie ihn nicht. Es sollten sich Löcher bilden. Decken Sie die Pfanne kurz ab und lassen Sie den Crêpe einige Sekunden ziehen, bevor Sie ihn vorsichtig herausnehmen.
Ein gutes Injera sollte weich und atmungsaktiv sein und die Füllung aus Shiro , Linsen, Doro Wat oder anderen Zutaten eines typischen Habesha-Gerichts gut aufnehmen können. Vor dem Servieren lässt man es auf einem sauberen Tuch ruhen.
Die Habesha-Küche erfreut sich in der Schweiz großer Beliebtheit.
Hausgemachtes Injera Habesha zuzubereiten, ist mehr als nur Kochen. Es geht darum, der Auslöschung entgegenzuwirken. Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass sich ihre Identität auch in ihrer Ernährung ausdrückt. In Lausanne, Genf und Basel, in den Habesha-Küchen, ist das Rezept nie verschwunden. Es hat sich weiterentwickelt, aber es ist geblieben.
Lokale Initiativen bieten sogar Kurse an, um die Zubereitungstechnik zu erlernen. Cafés servieren die modernisierte Version. Und manche Schweizer entdecken Injera in Restaurants in ihrer Nachbarschaft oder bei kulturellen Veranstaltungen. Dieses fermentierte Brot schlägt eine Brücke. Es regt Gespräche an.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann ich in der Schweiz Teffmehl kaufen?
Erhältlich auf zekreka.com , in heller oder dunkler Ausführung, mit schneller Lieferung.
Kann man Injera auch ohne Sauerteigstarter zubereiten?
Ja, aber die Gärzeit wird länger sein. Mit einem Löffel bereits fermentiertem Teig ist der Geschmack intensiver.
Worin besteht der Unterschied zwischen äthiopischem und eritreischem Injera?
Die Basis ist dieselbe. Bei einigen Variationen geht es um die Dicke, den Säuregehalt oder die Art des verwendeten Mehls.
Mögen Kinder Injera?
Ja, vor allem wenn es mit milden Gerichten wie Shiro oder gedünstetem Gemüse serviert wird.
Kann Injera im Gefrierschrank aufbewahrt werden?
Ja. Einfach in Frischhaltefolie einwickeln und bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
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